Blues is a feeling

Ich spiele den Blues mit wechselnden Musikern. 


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Manche meinen, zum Gitarre spielen müssten man unbedingt die Notensprache beherrschen, theoretisieren, möglichst viel diskutieren statt zu spielen etc. -Das mag sein, wenn man "typisch deutsch" an die Sache ran geht. Meist kommt als Ergebnis dann das Nachspielen von bekannten Hits heraus, neudeutsch "Covern" genannt. Schlimmstenfalls "Mendocino" oder -es geht noch schlimmer- Schlager... Eben das, was der deutschen Seele gefällt.

Es gibt auch Spielarten z.B. in den Stimmungen OpenG oder OpenE u.a.m. ... Entscheidend ist das Feeling.

Der Blues entstand Anfang des vorigen Jahrhunderts auf den Baumwollfeldern Mississippis und im Mississippi-Delta unter den schwarzen Sklaven als Ausdruck ihres Lebensgefühls. Er breitete sich dann nach Chicago aus und wurde dort elektrifiziert...

Sie konnten nicht lesen und schreiben, geschweige denn Noten. Ihre Motivation war das Gefühl des Schmerzes und ihr Schrei nach Freiheit. Dies drückten sie einfach und direkter als über theoretische Umwege über eben das "Feeling" aus. Das eingangs geschilderte "Malen nach Zahlen" in der Musik war nicht das, was sie wollten, deshalb spielten sie auch nicht die Musik ihrer weissen Herren nach.

Das "Feeling" ist uns weitgehend abhanden gekommen; tatsächlich brauchen doch Viele mittlerweile professionelle Hilfe, um an ihre "Gefühle heranzukommen" oder diese "zuzulassen"...

Manchmal schräg, manchmal schrill, aber auch singend und jubilierend -auf alle Fälle echt und authentisch, so klingt der Blues. Versuche, das über Kopf und Theorie nach zu spielen, funktionieren nicht.


Hier einige Beispiele der alten Blues-Väter:

  • Jimmy Rogers:

https://youtu.be/5Z7bHNhwXFE

  • Earl Hooker:

https://youtu.be/joOiY13EXLk

  • Magic Slim and the Teardrops:

https://youtu.be/Sp1KqDOs9wo

  • John Lee Hooker:

https://youtu.be/hn_PF4L470w

https://youtu.be/N7MhGtJTXjg

  • T-Bone Walker:

https://youtu.be/oGk72L652K4

Lonnie Johnson:

https://youtu.be/n8fyb9vpIc0

  • Howlin`Wolf:

https://youtu.be/mnZzNToI1tE

https://youtu.be/ZEgGslcXXL0

  • R.L. Burnside:

https://youtu.be/7lzpDwaxGk4

  • Muddy Waters:

https://youtu.be/r6Gh2dbPp5o

  • Albert King:

https://youtu.be/SyVhBfIFbiQ

  • B. B. King:

https://youtu.be/dvj1E1R_Glk

Diese Musiker spielen nicht mehr für uns. Anfang der Sechziger begannen einige weisse Musiker den Blues  zu spielen, nun werden auch diese immer weniger...Als ich 13 war, wurde auch ich erstmals vom Blues infiziert.

  • The Yardbirds:

https://youtu.be/pdrzYDuqRkc

  • Johnny Winter:

https://youtu.be/QrNo5LTa62U

  • Steve Winwood & Eric Clapton:

https://youtu.be/DdfJ9BQvVSU

  • John Mayall:

https://youtu.be/FRW1qb8glf0

Nicht alle von denen leben noch; Eric Clapton wurde neulich 70, John Mayall ist inzwischen 81,

B.B. King spielte bis er mit 89 starb. 

-The Thrill Is Gone ? ...Never !



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Eines weiss ich trotz aller Erklärungsversuche: Den Blues kann man nicht verstehen...den Blues hat man oder man hat ihn nicht...


              

Zu meiner Musik auf soundcloud:


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